Frankenwaldbahn
  ICE-Verkehr
 

Fernverkehr Ade! - Rückblick auf den ICE-Verkehr im Frankenwald - 28.05.00 - 09.12.17

Am 31. Mai 1992 begann ein neues Zeitalter auf der Frankenwaldbahn: Gut zweieinhalb Jahre nach der Grenzöffnung nahm die IC-Linie 8 zwischen Berlin und München ihren Betrieb auf. In gut neun Stunden war es nun möglich zwischen diesen beiden deutschen Städten zu reisen. Und dies nicht in einem, für die Bundesbahn üblich, unregelmäßigen Verkehr mit den unterschiedlichsten Fahrzeiten, sondern in einem geordneten Zweistundentakt. Aber nicht nur der vertakte Fernverkehr war neu für die Grenzregion zwischen Bayern und Thüringen, sondern auch modernes Fahrzeugmaterial, wie beispielsweise die Lokomotivbaureihe 120 und zeitgemäßge Reisezugwagen.
Zum 28. Mai 2000 kam der nächste große Fortschritt für den Fernzugverkehr zwischen Berlin und München: Lokbespannte IC-Züge hatten größtenteils ausgedient und wurden durch fabrikneue ICE-Triebzüge der Baureihe 411 ersetzt. Durch den Einsatz der Neigetechnik war es nun möglich in 7 Stunden von Berlin in die bayerische Landeshauptstadt zu fahren, mit Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Ingolstadt und Nürnberg im Jahr 2006 verkürzte sich diese Reisezeit noch einmal auf gut sechs Stunden. Ab dem 10. Dezember 2006 verkehrten die ICEs der Linie 28 (bis 14.12.2002 Linie 8 ) im Stundentakt.
Am 09. Dezember 2017 war es schließlich so weit: 25,5 Jahren nach der Aufnahme des vertakteten Fernverkehrs über die Frankenwaldbahn, davon 17,5 Jahren mit ICE-Zügen, durchfuhr ICE 1517 mit 17 Minuten Verspätung um 22:28 Uhr als letzter planmäßiger InterCityExpress den Bahnhof Kronach - das Ende einer langen Ära mit vielen Besonderheiten, interessanten Begebenheiten, aber auch der ein oder anderen Panne. Jahrelang waren die weiß-roten Hochgeschwindigkeitszüge ein gewohnter Anblick auf der Frankenwaldbahn und deren Anwohner. Der ein oder andere Pendler wird vermutlich jedoch nicht unbedingt die kurvenreiche Strecke zwischen Pressig-Rothenkirchen und Saalfeld (Saale) mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von größtenteils 70-80 km/h vermissen. Für die 88 km lange Strecke von Saalfeld nach Lichtenfels benötigte man fast eine Stunde.
Am 10. Dezember 2017 brach ein neues Zeitalter im deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehr an: Mit Inbetriebahne der Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt legt man mit dem ICE-Sprinter die Fahrt von Berlin nach München in unter 4 Stunden zurück - über den Frankenwald undenkbar! Auch die regulären ICE-Züge haben einen enormen Fahrzeitgewinn zu verzeichnen, daher ist es schon fast selbsterklärend, warum man sich aus dem Frankenwald zurückzieht und nun die neue, deutlich schnellere Verbindung nutzt.
In diesem Beitrag möchten wir auf die gut 16 1/2 Jahren des ICE-Verkehrs auf der Frankenwaldbahn bildlich und dokumentarisch zurückblicken. Doch welche Triebfahrzeuge kamen hierbei zum Einsatz? Eine kurze Übersicht hierzu:

Baureihe 101: 2011 - 2017
Baureihe 401: 2003 - 2004, 2008 - 2009, 2010 - 2017
Baureihe 402: 2004 - 2005, 2011 - 2013, 2016 - 2017
Baureihe 411: 2000 - 2017
Baureihe 415: 2010 - 2017

Alle Einzelheiten werden im nachfolgenden Artikel erläutert. Viel Spaß.


Baureihe 101


101 126-1 zieht am 22. Mai 2012 eine ehemalige Metropolitan-Garnitur
durch Kronach.


101 130-3 legt am 03. Januar 2014 mit ICE 1005 nach München Hbf
einen außerplanmäßigen Halt in Kronach ein.


101 130 überquert am 04. Juni 2011 mit ICE 915 nach München Hbf die
Trogenbachbrücke in Ludwigsstadt.
(C) Von Hans-Jürgen Warg - Hans-Jürgen Warg - Freigabe erteilt am 30.12.2011, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17864067

Baureihenbezeichnung: 101
Baujahre: 1996 - 1999
Hersteller: Adtranz
Anzahl: 145
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
Leistung: 6400 kW
Länge: 19,1 m
Masse: 84 t

Die Baureihe 101 - eine Elektrolkomotive. Was hatte diese mit dem ICE-Verkehr der Relation Berlin - München zu tun? Nun, es gab hierfür zweierlei Gründe, die im Folgenden erklärt werden sollen:
Im Winter 2009 / 10 traten vermehrt Probleme bei den ICE-Zügen der Baureihen 411 / 415 auf, so dass diese aufgrund verringerter Antriebsleistung die Fahrt über die Frankenwaldrampe nicht mehr ohne fremde Hilfe bewerkstelligen konnten. Nachdem bei "schwächelnden" ICEs zunächst die Schiebelokomotiven der Baureihe 151 vorgespannt und diese von Pressig-Rothenkirchen nach Probstzella bzw. umgekehrt ziehen mussten, stationierte DB Fernverkehr ab Februar 2010 eine eigens für diese Einsätze vorgesehene Lokomotive im Frankenwald. Die Abschlepploks wurden hierfür jeweils auf beiden Seiten mit einer speziellen Notkupplung ausgestattet und standen auf Abruf mit einem Lokführer besetzt in Pressig oder Probstzella einsatzbereit. Zunächst kamen hierfür Maschinen der Baureihen 139 / 140 zum Einsatz. Im Mai und Juni 2010 war dies sogar Aufgabe der ozeanblau-beigen 140 423. Ab Anfang Juli 2010 wurde dann erstmals die Baureihe 101 in diesen Diensten eingesetzt und stand in Probstzella auf Abruf. Zugeführt wurden die Lokomotiven täglich aus Nürnberg, jeweils frühmorgens vor dem ersten ICE. Spätabends, nach der letzten ICE-Leistung, ging es dann wieder als Solofahrt zurück in die Frankenmetropole. Im Sommer 2014 wurde letztmals eine Lokomotive der Baureihe 101 für solche Einsätze in Probstzella bereitgehalten, nachdem die Antriebseinheiten der ICE-T-Züge nach und nach wieder instandgesetzt worden sind. Abschleppeinsätze für ICEs sind danach wieder zur absoluten Ausnahme geworden. Kam es dennoch dazu, wurden hierfür kurzfristig Lokomotiven aus Nürnberg geordert.
Ein weiteres Beschäftigungsfeld für die Baureihe 101 war der Einsatz vor Garnituren des früheren Metropolitan Express Train, meistens auch nur als Metropolitan bzw. mit der Abkürzung MET bezeichnet, auf der ICE-Linie 28 zwischen Berlin und München. Aufgrund ihrer hochwertigen Ausstattung verkehren diese Garnituren im InterCityExpress-Verkehr. Ursprünglich wurden die Zugverbände für den schnellen Fernverkehr auf der Relation Hamburg - Köln beschafft, auf der sie zwischen August 1999 und Dezember 2004 mit der eigenen Zuggattung MET auch unterwegs waren. Mangels Auslastung wurden diese Verkehre allerdings eingestellt und die Garnituren verkehren seitdem im herkömmlichen Fernverkehr in festen Umläufen.
Für den Einsatz mit den Metropolitan-Wagen erhielten die beiden Planlokomotiven 101 130 und 101 131 eine spezielle technische Ausstattung sowie eine silberne Lackierung. Als Reservelokomotiven wurden die beiden verkehrsroten Maschinen 101 124 und 101 126 ebenfalls dementsprechend technisch hergerichtet. Nach Einsatzende wurden die beiden MET-Lokomotiven auch wieder in das reguläre verkehrsrote Farbschema von DB Fernverkehr umlackiert.



101 130-3 in originaler Metropolitan-Lackierung.
(C) Von I, Sese Ingolstadt, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2380966

Nachdem die ehemaligen Metropolitan-Züge bis 19. März 2011 im ICE- und IC-Verkehr um Berlin, Hamburg, Leipzig, Frankfurt und Stuttgart unterwegs waren, kam am Folgetag, dem 20.03.11 erstmals eine Garnitur auf der ICE-Linie 28 zwischen Berlin-Gesundbrunnen und München Hbf zum Einsatz. Hier wurde auf dem Zugpaar ICE 914 / 915 ab sofort täglich eine ICE 1-Einheit freigesetzt. Die zweite Garnitur war weiterhin zwischen Berlin und Hamburg im Einsatz.


Kurz nach Einsatzbeginn ist eine 7-teilige Metropolitan-Garnitur als
ICE 914 am 02. April 2011 bei Küps unterwegs.

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 erhielten die MET-Leistungen neue Zugnummern und waren ab sofort als Zugpaar ICE 1104 / 1105 auf der Frankenwaldbahn unterwegs. Am 13. Januar 2013 änderte sich erneut das Einsatzkonzept der ehemaligen Metropolitan-Garnituren: Beide Wagenparks kamen nun auf der Linie 28 zwischen Berlin und München zum Einsatz. Hamburg wurde allerdings schon seit September 2012 nicht mehr von den MET-Garnituren erreicht, da seit dem 30.09.12 nur noch eine Garnitur jeweils im Einsatz war, die andere war zur Revision im Werk. Ab dem Fahrplanwechsel am 09. Dezember 2012 verkehrten die Garnituren zudem unter den Zugnummern ICE 1000 - 1009. Bis Januar 2016, dem Beginn der 34-wöchigen Totalsperrung zwischen Lichtenfels und Bamberg, änderte sich nichts an diesem Konzept. Im Zeitraum der Sperrung konnten die Metropolitan-Züge nicht nach München verkehren, weil auf der festgelegten Umleitungsstrecke zwischen Halle (Saale) und Erfurt zwingend eine ETCS Ausrüstung notwendig war, diese aber die MET-Züge nicht haben. So kamen die Garnituren auf der Relation Berlin -Wolfsburg - Frankfurt (Main) zum Einsatz. Erst mit dem Ende der Totalsperrung kehrten beide Metropolitan-Züge wieder in den Frankenwald zurück.
Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 kam es erneut zu einer Änderung des Einsatzkonzeptes der ehemaligen Metropolitan-Züge. Während die eine Garnitur nur noch an Freitagen als ICE 1070 / 1071 zwischen Berlin Ostbahnhof und Frankfurt (Main) Hbf im Einsatz war, verkehrte die andere täglich zwischen Berlin und München. Im Fahrplanjahr 2016/17, dem letzten mit ICE-Verkehr auf der Frankenwaldbahn, handelte es sich um folgende Leistungen:


* ICE 1005 (Berlin-Gesundbrunnen - Leipzig Hbf - Nürnberg Hbf - München Hbf), täglich
* ICE 1000 (München Hbf - Nürnberg Hbf - Leipzig Hbf - Berlin-Gesundbrunnen), Fr-So
* ICE 1002  (München Hbf - Nürnberg Hbf - Leipzig Hbf - Berlin-Gesundbrunnen), Mo-Do

Bei den Fahrten ICE 1005 und ICE 1000 befand sich über den Frankenwald planmäßig der Steuerwagen an der Spitze des Zuges. Nur ICE 1002 verkehrte gezogen zwischen Nürnberg Hbf und Leipzig Hbf.
Mit Eröffnung der Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt war ein Weiterbetrieb dieser Garnituren auf der Linie 28 aufgrund fehlender ETCS-Ausrüstung nicht mehr möglich. So kommen die ehemaligen Metropolitan-Züge im Fahrplanjahr 2018 täglich als IC 1193 / 1196 zwischen Berlin und Frankfurt (Main) sowie freitags und sonntags als ICE 1040 / 1043 zwischem Berlin und Düsseldorf zum Einsatz.

Metropolitan-Wagen


Ursprüngliche, silberne Metropolitan-Lackierung. Im Januar 2005 wurden die
Wagen in das reguläre Farbschema von DB
Fernverkehr (lichtgrau mit verkehrsrotem Streifen) umlackiert.
(C) By Spoorjan - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33285330



Metropolitan-Logo.


Da die Metropolitan-Wagen über keine digitalen Außenanzeigen verfügen,
kommen dort noch klassische Zuglaufschilder zum Einsatz.



Eine ehemalige Metropolitan-Garnitur durchfährt im August 2011
als ICE 914 nach Berlin-Gesundbrunnen den Bahnhof Probstzella.



Eine ehemalige Metropolitan-Garnitur ist am 13. Mai 2012 als ICE 1104
nach Berlin bei Gundelsdorf unterwegs.

Steckbrief Metropolitan-Wagen:

Baujahr: 1997 - 1999
Hersteller: Fahrzeugtechnik Dessau
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
Länge: 26,4 m
Gewicht: 55 t - 59 t
Anzahl: 14 Wagen (zwei baugleiche Garnituren mit je 7 Wagen)
Sitzplätze pro Garnitur: 84 (1. Klasse), 298 (2. Klasse)
Wagenreihung:
Lok - Apmz - Apmz - Apmkz - Apmz - Apmz - Apmkz - Apmbzf
(gelb = 1. Klasse, grün = 2. Klasse)
weiteres Wissenswertes:
* Aufgrund technischer Gegebenheiten können die ehemaligen Metropolitan-Garnituren nur mit den Lokomotiven 101 124, 101 126, 101 130 und 101 131 sowie allen Loks der Baureihe 120 eingesetzt werden.
* Bei den ehemaligen Metropolitan-Wagen handelt es sich um die Reisezugwagen mit der größten zulässigen Höchstgeschwindigkeit der Deutschen Bahn.


7-teilige Garnitur am 05. Februar 2012 in Kronach.


Mit führendem Steuerwagen der Bauart Apmbzf 116.8 durchfährt ICE 1104
nach Berlin-Gesundbrunnen am 22. Juni 2012 den Bahnhof Kronach.


Fahrgastraum Steuerwagen (1. Klasse).
(C) Von Sebastian Terfloth User:Sese_Ingolstadt - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3373577



Fahrgastraum Mittelwagen (2. Klasse).
(C) Von Bahntech - Eigenes Foto=Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19797925



Bistro-Bereich.
(C) Von Ralf Roletschek - Eigenes Werk, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38240959

Baureihe 401



ICE 906 nach Berlin ist am 22. März 2013 bei Kronach in Richtung
Saalfeld (Saale) unterwegs.



Führerstand ICE 1.
(C) Von Sebastian Terfloth User:Sese_Ingolstadt - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2805287



Fahrgastraum 2. Klasse im Originalzustand.


Fahrgastraum 2. Klasse, aktueller Zustand: Zwischen Sommer 2005 und
Dezember 2008 wurden die ICE 1-Züge im Ausbesserungswerk Nürnberg
umfassend modernisiert und erhielten auch einen neugestalteten Innenraum.
(C) Zug2013


Markenzeichen der Baureihe 401: Das Bordrestaurant mit den Panoramafenstern.
(C) Von Sebastian Terfloth User:Sese_Ingolstadt - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1969622


Baureihenbezeichnung: 401 (Triebköpfe), 801 - 804 (Mittelwagen)
Baujahre: 1989 - 1993
Hersteller:
AEG, ABB, Henschel, Krauss-Maffei, Krupp, Siemens
Herstellungskosten: 25 Mio Euro pro Zug
Anzahl: 60 Triebzüge
Aufbau:

- 2 Triebköpfe
- 12 Mittelwagen (4x 1. Klasse, 7x 2. Klasse, 1 Speisewagen)

Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h
Leistung:
2x 4800 kW
Länge:
Triebkopf 20,6 m, Mittelwagen 26,4 m; insgesamt 358 m
Masse: 795 t
Anzahl der Achsen: 56, davon 8 angetrieben
Sitzplätze: 734 (197 1. Klasse, 497 2. Klasse, 40 Restaurant)


Ab 14. Dezember 2003 verkehrte erstmals ein ICE 1 planmäßig über die Frankenwaldbahn. Hierbei handelte es sich allerdings "nur" um die Zugleistung ICE 732 von München Hbf nach Hamburg Hbf, die jeweils in der Nacht von Sonntag auf Monntag fuhr und in Lichtenfels (ab 03:03 Uhr) und Saalfeld (ab 04:06 Uhr) hielt. Doch schon nach nur einer Fahrplanperiode wurde diese Fahrt ab 12.12.2004 wieder auf die Baureihe 411 umgestellt.
Erst ab 14. Dezember 2008 erhielt die Baureihe 401 erneut eine Planleistung auf dieser Strecke, allerdings nur befristet bis 05. Juni 2009. Hierbei handelte es sich um ICE 1104, welcher jeweils freitags von München Hbf nach Berlin-Gesundbrunnen verkehrte.


ICE 1104 nach Berlin-Gesundbrunnen am 06. März 2009 in Kronach.

Erst ab 12. Dezember 2010 kam es wieder zu planmäßigen Einsätzen im Frankenwald. Erstmals war es auch mehr, wie bisher immer nur eine Leistung pro Woche. Im Detail handelte es sich dabei um folgende Züge:

- ICE 906 (München Hbf - Berlin-Gesundbrunnen), freitags
- ICE 908 (München Hbf - Berlin-Gesundbrunnen), sonntags
- ICE 914 (München Hbf - Berlin-Gesundbrunnen), täglich
- ICE 915 (Berlin-Gesundbrunnen - München Hbf), täglich
- ICE 917 (Berlin-Gesundbrunnen - München Hbf), sonntags

Die Leistungen ICE 914 / 915 verkehrten allerdings nur bis 19. März 2011 planmäßig als ICE 1, danach war dies Aufgabe der ehemaligen Metropolitan-Wendezüge.
Auch im ab 11.12.2011 gültigen Fahrplan kamen die ICE 1 mit Wochenend-Verstärkern auf der Frankenwaldbahn zum Einsatz. Gefahren wurde von Freitag bis Sonntag jeweils ein Zugpaar, sowie an Montagen eine Leistung.


ICE 909 (Berlin-Gesundbrunnen - München Hbf) ist am 09. Juni 2012 bei 
Lauenstein (Oberfr) in Richtung Kronach unterwegs.


Der abendliche ICE 919 (Berlin-Gesundbrunnen - München Hbf) fährt am
08. Juli 2012 kurz vor Kronach der bayerischen Landeshauptstadt entgegen.


Ab dem 09. Dezember 2012 änderte sich der Einsatz der Baureihe 401 erneut: In den Fahrplanjahren 2013 bis 2015 konnte man den ICE 1 nur noch mit drei Leistungen auf der Relation Berlin - München antreffen: ICE 708, 906 und 919, wobei letztere nur an Freitagen sowie der Erstgenannte nur sonntags verkehrte. Ab 13. Dezember 2015 reduzierte man erneut das ICE 1-Angebot im Frankenwald: Mit ICE 704, der freitags und sonntags von München Hbf über Berlin Hbf nach Hamburg-Altona verkehrt, blieb nur noch eine Fahrt bestehen. Diese Leistung verkehrte auch noch bis zum Fahrplanwechsel 2017/18 über die Frankenwaldbahn. Mit Aufnahme des Regelbetriebes auf der Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt zum 10. Dezember 2017 verabschiedete sich auch die Baureihe 401 aus dem Frankenwald, denn fortan verkehrten alle ICE-Züge planmäßig über die "Rennbahn". Auch einige ICEs der ersten Generation wurden mit dem Zugsicherungssystem ETCS ausgerüstet und verkehren daher weiterhin auf der Linie zwischen Berlin und München.

Baureihe 402


402 007 "Stendal" durchfährt als Ersatz für einen ausgefallenen ICE-T am
01. Februar 2014 den Bahnhof Kronach.


402 009 "Riesa" durchfährt am 03. Mai 2012 als Messfahrt Probstzella - Lichtenfels
den Bahnhof Kronach.



Mit führendem Steuerwagen durchfährt am 05. Februar 2012 ein ICE 2 als
Überführungsfahrt den Bahnhof Kronach. Das Fahrzeug befindet sich auf
dem Weg in das AW Nürnberg zum Redesign.



Führerstand Baureihe 402.
(C) Von S. Terfloth - Eigenes WerkOriginaltext: selbst fotografiert, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41976355



Fahrgastraum 1. Klasse im Originalzustand.
(C) Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Henrywongyukchun in der Wikipedia auf Chinesisch - Übertragen aus zh.wikipedia nach Commons durch Shizhao mithilfe des CommonsHelper., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11363781



Fahrgastraum 2. Klasse (Steuerwagen) im Originalzustand.
(C) Von User:L.Willms - eigenes Werk -- own photography, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2755580



Die ICE 2-Zügen erhielten zwischen Oktober 2010 und August 2013 ein
sogenanntes Redesign, um für weitere 15 Betriebsjahre ertüchtigt zu werden.
Hierbei wurde unter anderem auch der Fahrgastraum neugestaltet. Oben zu
sehen die zweite Wagenklasse und darunter die erste Klasse.
(C) Zug2013


Baureihenbezeichnung: 
- 402 (Triebkopf), 805 - 807 (Mittelwagen), 808 (Steuerwagen)
Baujahre: 1995 - 1997
Hersteller:
Siemens / Adtranz
Herstellungskosten: 18,2 Mio Euro pro Zug
Anzahl: 44 Triebzüge
Aufbau: 
- 1 Triebkopf
- 6 Mittelwagen (2x 1. Klasse, 3x 2. Klasse, 1 Speisewagen)
- 1 Steuerwagen
Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h
Leistung:
4800 kW
Länge:
 
- Triebkopf 20,6 m, Steuer- und Mittelwagen 26,4 m; insgesamt 205,4 m 
Masse: 455 t
Anzahl der Achsen: 32, davon 4 angetrieben
Sitzplätze: 381


Die Baureihe 402 kam ab dem 12. Dezember 2004 erstmals planmäßig für eine Fahrplanperiode im Frankenwald zum Einsatz. Hierbei wurde die Leistung ICE 1801 (Berlin Zoologischer Garten - Nürnberg Hbf) erbracht, die jeweils freitags verkehrte. Anschließend wurde es wieder ruhig um den ICE der zweiten Generation auf der Frankenwaldbahn, erst ab Dezember 2011 erfolgten wieder Planeinsätze. Befristet bis März 2012 wurden bei Zügen ICE 902 und ICE 903, die von Berlin-Gesundbrunnen nach München Hbf und zurück fuhren, ICE 2-Züge eingesetzt. Danach pausierte der Einsatz der Baureihe 402 abermals. Der nächste planmäßige Einsatz erfolgte zwischen dem 09. Dezember 2012 und dem 17. März 2013 (Umstellung dann auf ICE 1), als die sonntags verkehrende Leistung ICE 708 (München Hbf - Berlin-Gesundbrunnen) gefahren wurde. Bis 10. Dezember 2016 gab es erneut keine planmäßigen ICE 2-Fahrten auf der Frankenwaldbahn.


Als Ersatzfahrt für den ausgefallenen ICE 1503 fährt am 12. September 2012
eine ICE 2-Einheit durch das Kronacher Stadtgebiet in Richtung München.
Gut sichbar hierbei ein wichtiger Unterschied zum Vorgänger, dem ICE 1:
 Die höher angebrachten Spitzenlichter, weil sich darunter, hinter der
halbschalen-förmigen Frontklappe eine "Scharfenbergkupplung" befindet.
Die ICE 2-Zügen lassen sich nämlich auch als 16-teiliger Doppelverband fahren.

Mit Beginn des Fahrplanjahres 2016/17 wurden drei ICE-Leistungen auf der Linie 28 planmäßig auf Triebzüge der Baureihe 402 umgestellt. Hierbei handelte es sich um die Fahrten ICE 705 (samstags), ICE 715 (Montag bis Freitag) und ICE 804 (Montag bis Donnerstag und samstags). Somit konnten die ICEs der zweiten Generation noch einmal fast täglich auf der Frankenwaldbahn angetroffen werden. Mit Aufnahme des Regelbetriebes auf der Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt zum 10. Dezember 2017 endete schließlich jeglicher ICE-Verkehr über den Frankenwald und auch der Einsatz der Baureihe 402 auf der Linie 28 wurde beendet. Denn weil diese Züge nicht mit dem Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet sind, können die beiden Schnellfahrtrassen zwischen Ebensfeld und Erfurt sowie zwischen Erfurt und Halle (Saale) nicht befahren werden. 

Baureihe 411 / 415


411 052 "Travemünde" steht am 18. September 2009 nach einem
Defekt auf Gleis 1 in Kronach abgestellt.


Ein ICE der Baureihe 411 passiert am 29. September 2013 das Stellwerk
Krs in Kronach.



ICE 1502 nach Berlin ist am 3. Mai 2011 bei Kronach unterwegs.


Seit Mai 2000 auf der Frankenwaldbahn im Einsatz: ICE-Triebzüge der Baureihe 411 (08. Mai 2012 Kronach).


Führerstand.
(C) Von Sebastian Terfloth User:Sese_Ingolstadt - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2031161


Fahrgastraum 2. Klasse (Endwagen).
(C) By S. Terfloth User:Sese_Ingolstadt - Own work, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1770339


Bordrestaurant.
(C) Von Yusuke Kawasaki from Tokyo, Japan - Dining Car in ICE, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31759040


Steckbrief Baureihe 411 / 415:

Baureihenbezeichnung:
411
Baujahre: 1997 - 1999
Hersteller: Siemens, Bombardier, Alstom

Anzahl: 60 Triebzüge
Aufbau: 
- 2 Triebköpfe
- 5 Mittelwagen

Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
Leistung: 4000 kW
Länge: 184,4 m
Masse: 368 t

Anzahl der Achsen: 28, davon 8 angetrieben
Sitzplätze: 411 (53 1. Klasse, 304 2. Klasse, 24 Restaurant)

Baureihenbezeichnung: 415
Baujahre: 1997 - 1999
Hersteller:
Siemens, Bombardier, Alstom
Anzahl: 11 Triebzüge
Aufbau: 
- 2 Triebköpfe
- 3 Mittelwagen

Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
Leistung: 3000 kW
Länge: 132,6 m
Masse: 273 t

Anzahl der Achsen: 20, davon 6 angetrieben
Sitzplätze: 250 (41 1. Klasse, 209 2. Klasse)

Die Fahrzeuge für das Grundangebot im Fernreisezugverkehr über die Frankenwaldbahn waren von 2000 bis 2017 die ICE-Triebzüge der Baureihe 411. Ursprünglich sollten die im August 1994 von der DB bestellten "ICT" (InterCity-Triebzug) im IC- und InterRegio-Verkehr eingesetzt werden, kurz vor der Inbetriebnahme zeichnete man diese allerdings doch zum ICE um. Als Besonderheit wurden die 230 km/h schnellen Fahrzeuge für das bogenschnelle Fahren (Neigetechnik) ertüchtigt. Daher war auch ein Einsatz auf der bisherigen IC-Linie 8 (Berlin - München) mit ihren kurvenreichen Abschnitten im Frankenwald und Saaletal vorgesehen.
Die Bestellung der ICT-Züge sah zwei Varianten vor: Eine fünfteilige Variante, als Baureihe 415 bezeichnet, für den Einsatz zwischen Stuttgart und Zürich und die siebenteilige BR 411 für die neuen ICE-Linie 8 (Berlin - München) und 9 (Dresden - Frankfurt).
Erstmals kam die Baureihe 411 ab dem 30. Januar 2000 in einem Vorlaufbetrieb auf der Frankenwaldbahn zum Einsatz. Hierbei wurde das IC-Zugpaar 812 / 813 noch ohne Neigetechnik erbracht. Zum Fahrplanwechsel am 28. Mai 2000 wurde schließlich der planmäßige Betrieb auf der neuen ICE-Linie 8 (Berlin - München) mit den 7-teiligen Zügen der Baureihe 411 aufgenommen. Der Verkehr lief zunächst in einem Zweistundentakt, einzelne IC- und IR-Züge verdichteten das Fernzugangebot auf der Linie 8. Je nach Wochentag und Zeitlage verkehrten die ICEs in Einfach- oder Doppeltraktion. Allerdings waren gerade die ersten Wochen von vielen Verspätungen oder gar Ausfällen gekennzeichnet, sorgten doch zahlreiche technische Probleme, insbesondere mit der Scharfenbergkupplung hierfür. Nachdem diese beseitigt wurden, lief der Betrieb zunächst für einige Jahre recht stabil.
Aufgrund festgestellter Risse in den Radsatzwellen, verursacht durch das bogenschnelle Fahren, durften die ICE-T-Züge ab dem 23. Oktober 2008 nur noch ohne Neigetechnik verkehren. Zwei Tage später wurde jedoch der Großteil der Flotte komplett aus dem Verkehr gezogen. Auch der Fernverkehr zwischen Berlin und München war dadurch betroffen, weshalb es kurzfristig zum Einsatz lokbespannter Ersatzzüge mit den Baureihen 101, 103 und 120 kam. Erst ab dem 19. April 2009 wurden wieder planmäßig alle Leistungen mit ICE-T-Zügen gefahren. Fortan durfte allerdings die Neigetechnik nicht mehr genutzt werden.
Ab dem Jahr 2010 kamen auch die fünfteiligen Triebzüge der Baureihe 415 auch zwischen Berlin und München zum Einsatz, vor allem als zweiter Zugteil am Wochenende.
Mit Aufnahme des Regelbetriebes auf der Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt zum 10. Dezember 2017 verabschiedeten sich auch die Baureihen 411 bzw. 415 aus dem Frankenwald, denn fortan verkehrten alle ICE-Züge planmäßig über die "Rennbahn". Auch alle ICE-T-Züge wurden mit dem neuen Zugsicherungssystem ETCS ausgerüstet und verkehren daher auch weiterhin auf der Strecke zwischen Berlin und München.

 
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